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Hannover, 04. April 2019  |  Die Digitalisierung hat die Industrie in den Bereichen Produktion und Services in aller Breite in Niedersachsen erfasst. Dies wurde aus den Berichten von Experten und Unternehmen auf der Konferenz „Digitale Perspektiven“ deutlich, die mit 120 Teilnehmern im Nord/LB Pavillon auf der Industriemesse stattfand. Die Konferenz wurde von Indy4, dem interdisziplinären Netzwerk von Experten zu Industrie 4.0 in Niedersachsen organisiert, in Kooperation mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover, der Digitalagentur des Landes, den Clustern Automotive Nord und mehreren IT Clustern. „Besonders beeindruckend ist, dass Künstliche Intelligenz bereits bei vielen Unternehmen eine wichtige Rolle spielt“, sagte Ulrich Herfurth, der Organisator der Konferenz und Koordinator von Indy4,“etwa ein Drittel der Unternehmen, die an unserer Befragung teilgenommen haben, haben bereits KI im Einsatz oder planen dies.“

Zahlreiche Informationen erhielten die Teilnehmer in Expertenvorträgen, aber auch in kurzen Mediaclips, unter anderem zur IT-Sicherheit und zum Rechtsrahmen zu Künstlicher Intelligenz: „Die rechtlich kritischen Punkte beim Einsatz von KI sind verbindliche Verträge, Rechte an Daten, Rechtsschutz für KI-Systeme und deren Erzeugnisse und Haftung für Fehler und Schäden durch KI“ sagte Ulrich Herfurth, Wirtschaftsanwalt der Kanzlei Herfurth & Partner, „eine eigene Rechtspersönlichkeit sollten intelligente Roboter aber wohl besser nicht haben.“

Stefan Muhle, Staatssekretär für Digitalisierung, stellte heraus, dass die Digitale Agenda des Landes nicht nur die Infrastruktur umfasst, sondern auch die konzeptionelle und operative Optimierung der digitalen Unternehmenslandschaft in Niedersachsen.

Die Konferenz konzentrierte sich fachlich auf praktisch verwendbare Informationen: Stephan Prigge von nass Magnet, einem Hersteller von magnetischen Ventilsteuerungen im Automotivebereich, zeigte welche Lösungen bereits digitalisiert sind, Dr. Georg Ullmann von Contitech erläuterte die praktischen Aspekte der Digitalisierung in der Vernetzung und Ablaufplanung der Produktion. „Niedersachsen ist auch bei Entwicklung und Forschung zu künstlicher Intelligenz in bestimmten Bereichen vorn“ betonte Prof. Dr. Wolfgang Nejdl vom L3S Institut der Universität Hannover. Ein weiterer Themenblock widmete sich der Datensicherheit: Prof. Dr. Karl-Heinz Niemann von der Hochschule Hannover gab konkrete Hinweise zur Vermeidung von IT-Lecks durch Mitarbeiter und Jörg Peine-Paulsen vom Wirtschaftsschutz des Innenministeriums empfahl, sich gegen Angriffe durch Social Engineering zu wappnen. Dass es durchaus möglich ist, IT Sicherheit wirksam zu prüfen und welche Methoden dabei angewendet werden, zeigte Dirk Kretzschmar von der TÜViT (TÜV NORD GROUP. Einer der Herausforderungen der Digitalisierung im Unternehmen ist, die Mitarbeiter auf dem Weg mitzunehmen – wie man deren Ängste und Vorurteile abbauen kann, erklärte Ingo Tessmer  von der FHM Hochschule in Hannover. Und Dr. Sabine Nikolaus riet schließlich zu einem Digital Mindset: “Ein Unternehmen und seine Mitarbeiter müssen ihre Vorstellung von Arbeit sozusagen regelmäßig updaten, um den digitalen Unternehmenskurs zu justieren.

Die Pressemitteilung zum Download finden Sie hier.

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